Aufführungsort Kuppel Basel

Der alternative Aufführungsort, die Kuppel

Die Kuppel - Geschichte eines einzigartigen Zeltbaus.
Wenn man Basels „steinige“ Flaniermeile durchquert und dem kleinen Stadtflüsschen Birsig
entlang der Lichterkette folgt, findet man, versteckt im sogenannten „Nachtigallenwäldeli“ in der
Nähe des zoologischen Garten, die Kuppel. Wo sich früher frischverliebte Paare zum tête-à-tête in
den Büschen trafen, steht seit über 25 Jahren eines der vielseitigsten Veranstaltungslokale der
Basler Szene.


Die Kuppel – dieser einzigartige Zeltbau, hat etwas, das manch einen schon zu poetischen
Höhenflügen getrieben hat: umschliessend, warm, manchmal heiss, kompakt. Ein Hexenkessel -
voll dampfender Atmosphäre, Holz und Sinnlichkeit. Ein liebenswertes Mutterschiff irgendeiner
anderen Galaxie - zufällig da. Gelandet, gestrandet, himmlisch frech und gut geerdet. Heute steht
ihr Name für eine vielseitige und breit frequentierte Institution für Konzerte, Theater, Lesungen,
Performances, Plattentaufen, Preisverleihungen und Parties. Der Name „Kuppel“ steht jedoch
auch für eine über 25-jährige wechselvolle und teilweise auch skurrile Geschichte, denn der
Kulturbetrieb ist – obwohl in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit etabliert und institutionalisiert
– ein Dauerprovisorium.


Als Thomas Walser und Matthias Utinger ihren «Spielturm» 1986 im Schützenmattpark aufbauten,
dachten wahrscheinlich weder sie, noch irgendwer in der Stadt daran, dass der originelle Bau über
25 Jahre später immer noch für Leben in Basels Kulturlandschaft sorgen würde.
Die eigenwillige Konstruktion sollte ein mobiler Bau sein, und zog 1987 auch nach Brüglingen
weiter, wo er mit einer kleinen Bühne ausgestattet wurde und ein kulturelles Programm geboten
wurde, das vor allem Kinder ansprach. Doch auch dieser Standort blieb eine Zwischenstation und
1988 wurde der Kuppel, wie sich der Zeltbau jetzt nannte, das Nachtigallenwäldeli zwischen
Heuwaage und Zolli als neuer Standort zugewiesen.


Konzerte, Tanzveranstaltungen sowie Kurs- und Freizeitangebote für Kinder machten die Kuppel
bei einem jungen und jung gebliebenen Publikum bekannt und beliebt, bevor es nach einem
Betreiber- und Konzeptwechsel jäh bergab ging. 1993 mietete Simon Lutz die Kuppel, kaufte sie
ein Jahr später und rettete die Kuppel vor dem sicheren Aus. Die Ausgangslage war alles andere
als optimal. Die Standortbewilligung war nur provisorisch und der Zustand des Kuppelbaus
bedenklich. Doch Simon Lutz liess sich auf das Abenteuer ein, sanierte den Bau in unzähligen
Fronstunden und lancierte ein neues Programm, das sich sehr schnell seinen festen Platz im Basler
Kulturleben eroberte.


Obwohl die Stadt die kontinuierliche Arbeit des neuen Betreibers anerkannte und die
Standortbewilligung immer wieder aufs Neue verlängerte, machte der andauernde Provisoriums-
Status die Zukunftsplanung für Simon Lutz nicht einfach. Anstehende Sanierungen mussten
aufgeschoben werden, weil nie sicher war, wie lange der Kuppelbetrieb fortgesetzt werden kann.

Der Gedanke und die Notwendigkeit, den provisorischen Bau im Nachtigallenwäldeli durch einen
Neubau zu ersetzen wurden immer deutlicher.


2001 schien sich diese neue Kuppel endlich zu konkretisieren. Gemeinsam mit dem
Baudepartement des Kantons lancierten die Kuppelbetreiber einen Projektwettbewerb, der zu
einem privat finanzierten Neubau anstelle der alten Kuppel und zu einer Aufwertung und
Neugestaltung des Freiraums Nachtigallenwäldeli führen sollte. In der Jury sassen Fach- und
Kulturleute wie der Kantonsbaumeister Fritz Schumacher, der Stadtgärtner Emanuel Trueb, der
Architekt Jacques Herzog, der Musiker Kuno Lauener, Fernsehmann Kurt Aeschbacher und die
Schriftstellerin Zoë Jenny. Als Sieger ging das Projekt „Friday“ von Lost Architekten in Basel
hervor, das mit seinem Konstrukt nicht nur die Jury, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit
überzeugte. In einem zusätzlichen Untergeschoss des Kuppel-Neubau sollten dazu dringend
benötigte und von Regierung und Parlament zugesagte Proberäume für Basler Bands Platz finden.
Parallel zum Kuppel-Projekt stand die Vorlage zur „Aufwertung Heuwaage/Neubau
Multiplexkino“ zur Diskussion, die eine ideale Ergänzung zum bestehenden Projekt zu sein schien.
Doch mit der Ablehnung der Multiplex-Vorlage an der Urne 2003 geriet auch der Kuppelneubau
wieder in weite Ferne.


Simon Lutz blieb aber auch nach diesem herben Rückschlag nicht untätig. Seit 2004 betreibt er auf
dem Areal neben der Kuppel erfolgreich die Gastrobetriebe Acqua und Garage (ehem. Annex) und
seit 2007 während den Wintermonaten die Fonduehütte Baracca Zermatt. Das kulturgastronomische
Ensemble um die Kuppel wird inzwischen als einzigartiger urbaner Komplex in
Basel wahrgenommen. Hier finden heute Opening-Parties für die Kunstmesse ART oder die Basler
Galerien statt, hier richtet die BASELWORLD während der Uhren- und Schmuckmesse ihr
offizielles Village ein und neben dem Basler Publikum sind regelmässig auch internationale Gäste
auf dem Nachtigallen-Areal anzutreffen.


2008 ging es schliesslich auch auf dem politischen Parkett ein kleines Schrittchen weiter: Mit dem
regierungsrätlichen Ratschlag „Nachtigallenwäldeli, Heuwaage, Zoo“ wurde 2008 ein neuer Anlauf
genommen, um den Grünraum vom Zoo bis zur Heuwaage aufzuwerten, die Kuppel neu zu
erstellen und damit das 25jährige Provisorium endlich zu beenden.


Nach den Vorstellungen der Basler Regierung sollte das Kulturgastronomische Ensemble an den
heutigen Betreiber Simon Lutz für 30 Jahre im Baurecht abgegeben werden. Als Parkrestaurant
soll dabei das Acqua einen direkten Nutzen für den Park und seine Besucher schaffen und der
Kuppelneubau und die Garage (ehem. Annex) wie bisher ein breites kulturelles Angebot für die
junge und jung gebliebene Basler Bevölkerung bereitstellen. Der Regierungsrat betonte dabei
ausdrücklich das öffentliche Interesse an einem Veranstaltungsort an dieser Stelle. Die Betriebe
rund um die Kuppel haben dem lange als Niemandsland und Unort wahrgenommenen Gebiet in den
letzten Jahren ein Gesicht gegeben. Mit der Neugestaltung des Nachtigallenwäldeli soll die
bestehende Quartiergrünanlage gestärkt und attraktiver gemacht werden und diese positive
Entwicklung noch weitergeführt werden.

Auch für den Zoo Basel ist die Grünzone vor seinen Türen eine Bereicherung. Bedenken, wonach
das Entwicklungspotential des Zollis durch den Neubau der Kuppel eingeschränkt würde, wurden
von allen Seiten entkräftet. Im Ratschlag heisst es dazu, dass ein durchgehender Raum für den Zoo
von der Heuwaage bis zum Dorenbachviadukt auch mit der Kuppel realisiert werden kann, wonach
der Zoo seine Einsprache gegen das Planungsverfahren am 28. April 2010 zurückgezogen hat. Damit
wurde der Weg frei für eine Nutzung des Nachtigallenwäldeli, als öffentliche Grünzone mit unmittelbarer
Anbindung zur Innenstadt, die nicht nur junge Menschen und ein urban ausgerichtetes oder internationales
Publikum anspricht, sondern auch für das Quartier und seine Bewohner eine echte Aufwertung bedeutet.

In den kommenden Jahren wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Basel eine Grünanlage im
Herzen der Stadt entstehen, von der Tier und Mensch, Familien, Junge und Junggebliebene,
Musiker und Musikbegeisterte, Quartier- und Stadtbewohner, internationale Gäste, Fondue- und
Bisteca LiebhaberInnen, Firmen und Messen, Wirtschaft und Kultur gleichermassen profitieren
können.

Wir sind gespannt und freuen uns darauf, die Geschichte des kleinen Zelt am Birsig noch viele
Jahre weiterzuschreiben


KUPPEL / Kuppel Betriebs AG
Binningerstrasse 14 4051 Basel
T: +4161 564 66 38. F: +4161 564 66 30 . www.kuppel.ch





Der Verein Klassikkuppel

Firmennummer: CHE-288.007.829
Rechtsnatur: Verein
Eintragung: 06.02.2012

Präsident des Vorstandes: Olivier Mueller
Kassierin: Heidi Wilde
Mitglied des Vorstandes: Sebastian Kölliker

Für die vollständigen Vereinsangaben inkl. Statuten klicken Sie hier.


Musikalische Leitung der Klassikkuppel:


Olivier Mueller

Mathias Inoue
www.mathiasinoue.ch


Schirmherrschaft

Ständerat Dr. iur. Claude Janiak

Empfehlungsschreiben Claude Janiak


Bankverbindung:

Verein Klassikkuppel
IBAN: CH48 0023 3233 1210 5501 A
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CH-4002 Basel